PARP-Inhibitoren Kompakt

PARP-Inhibitoren werden bei verschiedenen Tumorerkrankungen eingesetzt und greifen gezielt in die DNA-Reparatur ein.

PARP-Inhibitoren-GLO

Indikationen

Wirkmechanismus

  • Hemmung der Poly(ADP-ribose)-Polymerase-Enzyme (PARP1/2/3), die DNA-Einzelstrangbrüche reparieren → Verhinderung der DNA-Einzelstrangbruchreparatur
  • Entstehung von DNA-Doppelstrangbrüchen → gesunde Zellen können solche Doppelstrangbrüche meist über BRCA1/2-abhängige Reparaturmechanismen beheben.
  • BRCA1/2- defizienten Tumorzellen gelingt dies nicht ausreichend → DNA-Schäden häufen sich an und die Tumorzellen sterben ab.

Nebenwirkungen

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitverlust
  • Diarrhö
  • Fatigue
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Blutbildveränderungen (Anämien, Leukozytopenien, Neutropenien, Thrombozytopenien)

Wechselwirkungen

  • Starke und moderate CYP3A4-Inhibitoren vermeiden
  • Starke CYP3A4-Induktoren vermeiden
  • Verstärkung der Wirkung DNA-schädigender Chemotherapeutika möglich
  • Engmaschige Überwachung bei gleichzeitiger Anwendung von Impfstoffen oder Immunsuppressiva empfohlen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den jeweiligen Wirkstoff
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Beispiele für Wirkstoffe

Hier geht's zum Langtext: PARP-Inhibitoren

Autor:
Stand:
27.07.2026
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