Ursachen und Risikofaktoren
- Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter.
- Herzkrankheiten: Herzinfarkt, Herzklappenprobleme und andere Herzkrankheiten können Vorhofflimmern verursachen.
- Hypertonie: Ein unkontrollierter Bluthochdruck kann das Risiko erhöhen.
- Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Vorhofflimmern führen.
- Andere Faktoren: Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und Schlafapnoe können ebenfalls das Risiko erhöhen.
Typen
- Paroxysmal (Dauer maximal 7 Tage)
- Persistierend (Dauer über 7 Tage, Ende durch elektrische Kardioversion oder pharmakologisch)
- Permanent (Keine Kontrolle des Rhythmus mehr möglich)
Diagnostik
- Pulspalpation
- EKG-Befund: Flimmerwellen (keine P-Wellen)
- Unterschiedlich lange RR-Intervalle
- Abklärung der Ursache durch EKG, Labor, Ergometrie, Echokardiografie
Behandlung
Akuttherapie:
- Antikoagulation mit unfraktioniertem oder niedermolekularem Heparin
- Kurznarkose mit elektrischer Kardioversion
Langzeittherapie:
- Orale Antikoagulanzien (CHA2DS2-VASc-Score zur Beurteilung), Vitamin-K-Antagonisten 1. Wahl (Warfarin, Phenprocoumon) zur Thromboembolieprophylaxe
- Kurznarkose mit elektrischer Kardioversion
- Antiarrhythmische Therapie mit Betablockern; bei Herzgesunden auch Dronedaron, Flecainid, Propafenon und Sotalol geeignet; bei struktureller Herzerkrankung Amiodaron
- Frequenzsenkend: Betablocker, Calciumkanalantagonisten, Digoxin
- CAVE: Kontraindikationen beachten für Diltiazem, Digoxin, Verapamil bei Wolff-Parkinson-White-Syndrom
- Dauerhafte Antikoagulation durch Anti-Faktor-Xa-Inhibitoren wie Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban; Thrombozytenaggregationshemmer nicht empfohlen
Vor jeder Kardioversion müssen Ursachen, die therapierbar sind wie beispielsweise eine vorliegende Hyperthyreose behandelt werden. Darüber hinaus muss ein Vorhofthrombus ausgeschlossen werden.
Vorbeugung
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko von Vorhofflimmern zu reduzieren. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Vermeidung von übermäßigem Alkoholkonsum und Kontrolle von Bluthochdruck und Diabetes.










