Melatonin Kompakt

Melatonin reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus und wird zur kurzzeitigen Behandlung verschiedener Formen der Insomnie sowie bei Jetlag eingesetzt.

Melatonin-GLO

Indikationen

  • Insomnie bei 2–18 J. mit ASS/neurogenetischen Störungen (z. B. Smith-Magenis-Syndrom), nach erfolgloser Schlafhygiene.
  • Insomnie bei 6–17 J. mit ADHS (ärztlich geführt, nach Ausschluss anderer Ursachen).
  • Kurzzeitbehandlung des Jetlags bei Erwachsenen.
  • Kurzzeitbehandlung der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichneten Insomnie ab 55 J.

Wirkmechanismus

  • Agonist an Melatonin-Rezeptoren MT1 (pikomolare Affinität) und MT2 (nanomolare Affinität), beide Gi/o-gekoppelt; MT1 zusätzlich Gq-gekoppelt.
  • Radikalfänger in Mitochondrien; fördert Expression antioxidativer Enzyme (SOD, GPx, GR, Katalase).

Nebenwirkungen

  • Stimmungsschwankungen, Aggressivität/Reizbarkeit
  • Somnolenz, plötzliche Schlafattacken (selten)
  • Kopfschmerzen, Sinusitis (selten)
  • Erschöpfung, morgendliche Müdigkeit

Wechselwirkungen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Wirkstoff oder Bestandteile.

Besondere Hinweise

  • Schwangerschaft: mangels Daten nicht empfohlen.
  • Stillzeit: nicht stillen (Übertritt in Muttermilch wahrscheinlich).
  • Verkehrstüchtigkeit: mäßiger Einfluss (Schläfrigkeit).
  • Autoimmunerkrankungen: Von der Anwendung wird abgeraten.

Hier geht’s zum Langtext: Melatonin

Autor:
Stand:
25.03.2026
Quelle:

Abbildung: Created in BioRender.com

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