Wirkstoffe
Indikationen
- Episoden einer Major-Depression
- Rezidivprophylaxe Major-Depression
- Panikstörung
- Zwangsstörung
- soziale Angststörung
- posttraumatische Belastungsstörung
Wirkmechanismus
- SSRIs blockieren Serotonin-Transporter, die Serotonin zurück in die Präsynapse transportieren
- so bleibt mehr Serotonin im synaptischen Spalt erhalten
- serotonerge Signalübertragung wird verbessert
Nebenwirkungen
- Schlaflosigkeit, Müdigkeit
- Schwindel, Kopfschmerzen, Somnolenz
- Übelkeit, Diarrhoe, Mundtrockenheit
- Ejakulationsversagen
Wechselwirkungen
- Fluoxetin und Paroxetin = starke CYP2D6-Inhibitoren, Cave z.B. bei Metoprolol oder Tamoxifen
- Sertralin = CYP2D6- und CYP2B6-Inhibitor, Cave z.B. bei Cyclophosphamid
- Fluvoxamin = CYP1A2- und CYP2C19-Inhibitor, Cave: keine Kombination mit Agomelatonin
Kontraindikationen
Einnahme von:
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Verlängerung des QT-Intervalls: Vorsicht bei Herzpatienten
- Ggf. Dosisanpassung von Insulin/oralen Antidiabetika nötig
- Zu Behandlungsbeginn evtl. verstärkte Angst und Suizidgedanken
- Mögliche Absetzreaktionen: schrittweise Reduktion der Dosis
- Verlängerte Blutungszeiten möglich, v.a. bei gleichzeitiger Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten
Serotonin-Syndrom
SSRI dürfen nicht zusammen mit anderen serotonergen Wirkstoffen (z.B. Mirtazapin, MAO-Hemmer, Triptane) verwendet werden. Ein Serotonin-Syndrom kann sich mit folgenden Symptomen präsentieren:
- Fieber, Schwitzen, Tachykardie, Hypertonie, Erbrechen, Durchfall
- Unruhe, Verwirrtheit, Angst, Agitation, Halluzinationen
- Tremor, Myoklonien, Hyperreflexie, Muskelsteifheit









