Restless-Legs-Syndrom (RLS)

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine häufige neurologische Erkrankung, die durch einen Bewegungsdrang der Beine und unangenehme Missempfindungen gekennzeichnet ist. Die Symptome verschlechtern sich in Ruhe und nachts, was zu erheblichen Schlafstörungen führt.

Restless Legs

Definition

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine neurologische Erkrankung, die den Schlafstörungen zugeordnet wird. Thomas Willis beschrieb bereits 1672 die Symptomatik des Restless-Legs-Syndroms. Der schwedische Neurologe Karl-Axel Ekbom erkannte 1945, dass es sich beim Restless-Legs-Syndrom um eine eigenständige Erkrankung handelt.

Das Hauptmerkmal der sensomotorischen Störung beim RLS ist ein unwillkürlicher Bewegungsdrang, meist in den Beinen, seltener in Armen oder anderen Körperteilen. Begleitet und häufig auch ausgelöst wird der Bewegungsdrang durch Parästhesien, die als Kribbeln, Brennen, Stechen, Klopfen, Brodeln, Spannungs- oder Druckgefühl beschrieben werden. Auch Schmerzen können begleitend auftreten. Bewegung oder geistige Aktivität führen oft zu einer kurzfristigen Linderung der Beschwerden.

Die Symptome des RLS treten typischerweise in Ruhephasen (längeres Sitzen oder Liegen), vor allem jedoch nachts und im Schlaf in Erscheinung. Die Patienten leiden infolgedessen unter Ein- und Durchschlafstörungen, die zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungseinbußen, einem erhöhten Unfallrisiko und einer eingeschränkten Lebensqualität führen. Der Schweregrad des RLS ist individuell stark unterschiedlich ausgeprägt.

Epidemiologie

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und tritt mit einer altersabhängigen Prävalenz von 3-10% auf. Bei über 65-jährigen sind bis zu 10% betroffen. Frauen sind rund doppelt so häufig betroffen wie Männer. Auch Kinder können betroffen sein.

Ursachen

Die Ursachen für das idiopathische Restless-Legs-Syndrom sind nicht zufriedenstellend geklärt. Aufgrund des Ansprechens der Patienten auf dopaminerge und opioderge Substanzen geht man davon aus, dass die entsprechenden Neurotransmittersysteme an dem Krankheitsbild beteiligt sind. Möglicherweise liegt dem idiopathischen RLS eine komplexe Störung des zerebralen Eisenspeichers zugrunde, der zu einer Dysregulation des dopaminergen Systems führt. Über 50% der Patienten mit einem idiopathischen RLS haben eine positive Familienanamnese. Aufgrund der familiären Häufung wurden genomweite Assoziationsstudien durchgeführt. Dabei wurden genetische Risikovarianten in genomischen Regionen identifiziert, in denen die Gene MEIS1, BTBD9, LBXCOR1, SCOR1/MAP2K5, PTPRD und TOX3 zu finden sind. Bei diesen Genen handelt es sich um häufige genetische Varianten mit Allelfrequenzen bei >10 % der Allgemeinbevölkerung. Ob und welche Funktionen diese annotierten Gene im Zusammenhang mit dem RLS tatsächlich haben, ist bislang unbekannt.

Ursachen für das sekundäre RLS

Die häufigste Ursache für ein sekundäres RLS ist die dialysepflichtige Niereninsuffizienz. An zweiter Stelle stehen Eisenmangel mit oder ohne Anämie (Ferritin Wert < 50 µg/l) und Schwangerschaft. Etwa 50% der Schlafstörungen in der Schwangerschaft sollen auf ein RLS zurückzuführen sein. Dopaminantagonisten (z. B. Neuroleptika, Antidepressiva) können ein RLS hervorrufen. Die möglichen Ursachen im Überblick:

  • Niereninsuffizienz (dialysepflichtig)
  • Eisenmangel
  • Schwangerschaft
  • Dopaminantagonisten
  • Polyneuropathien
  • Radikulo- und Myelopathien
  • Syringomyelie
  • Parkinson-Syndrom
  • Vitamin-B12-Mangel
  • Folsäuremangel
  • Zöliakie
  • Friedreich-Ataxie (Morbus Friedreich)
  • Rheumatoide Arthritis
  • Hyper- oder Hypothyreose
  • seltene Erkrankungen (z. B. spinozerebelläre Atrophie, Charcot-Marie-Tooth Neuropathie)

Pathogenese

Die Pathophysiologie ist komplex und multifaktoriell, mit zentraler Beteiligung des dopaminergen und eisenabhängigen Stoffwechsels im Gehirn. Aufgrund der familiären Häufung wurden genomweite Assoziationsstudien durchgeführt. Dabei wurden genetische Risikovarianten in genomischen Regionen identifiziert, in denen die Gene MEIS1, BTBD9, LBXCOR1, SCOR1/MAP2K5, PTPRD und TOX3 zu finden sind. Zudem zeigten sich weitere Genregionen, die mit neuronaler Differenzierung, Axonentwicklung und Synapsenbildung assoziiert sind.

Ein zentralnervöser Eisenmangel, insbesondere in der Substantia nigra, ist durch Liquoranalysen und bildgebende Verfahren belegt und wird als Eisenverwertungsstörung des ZNS interpretiert. Zusätzlich zeigen Studien eine mitochondriale Dysfunktion.

Im dopaminergen System bestehen Hinweise auf einen präsynaptisch hyperdopaminergen und postsynaptisch hypodopaminergen Zustand. Diese Annahmen stützen sich auf bildgebende Studien und die Wirksamkeit dopaminerger Substanzen.

Weitere Hinweise deuten auf eine periphere Hypoxie und Aktivierung hypoxieinduzierter Signalwege hin. Bildgebende Verfahren zeigen Hinweise auf funktionelle Veränderungen in sensomotorischen Netzwerken, insbesondere im Thalamus. Die strukturelle Bildgebung liefert bislang keine konsistenten Befunde.

Komorbides RLS

Die Unterscheidung zwischen primärem und sekundärem (bzw. komorbidem) RLS ist zunehmend durch ein multifaktorielles Krankheitsmodell ersetzt worden. Dabei spielen genetische Prädispositionen, Umweltfaktoren und Begleiterkrankungen eine Rolle. Komorbide Formen treten häufig bei internistischen und neurologischen Grunderkrankungen auf und teilen teils ähnliche Pathomechanismen.

Eisenmangel

Ein zentralnervöser Eisenmangel zählt zu den am besten gesicherten Risikofaktoren. Ursächlich ist vermutlich ein gestörter Eisentransport über die Blut-Hirn-Schranke. Besonders bei Dialysepatienten, Schwangeren und Patienten mit ADHS wird gehäuft ein erniedrigter Ferritinspiegel beobachtet.

Chronische Nierenerkrankung und Lebererkrankungen

Etwa 25% der dialysepflichtigen Patienten leiden unter RLS. Eine Verbesserung nach Nierentransplantation hängt von der Funktion des Transplantats ab. Auch bei chronischen Lebererkrankungen ist die RLS-Prävalenz erhöht.

Psychiatrische Erkrankungen

Angststörungen, Depressionen und Demenz treten häufig gemeinsam mit RLS auf. Ob es sich um eine Folge, Ursache oder gemeinsame Pathophysiologie handelt, ist nicht abschließend geklärt. Differentialdiagnostisch sind agitierte Depression und „Sundowning“ bei Demenz abzugrenzen, da diese keine typische zirkadiane Symptomatik zeigen.

Polyneuropathien

Polyneuropathien können sowohl RLS-ähnliche Beschwerden (sogenannte „RLS-Mimics“) als auch ein echtes komorbides RLS verursachen. Besonders bei hereditären und schmerzhaften Polyneuropathien (z. B. diabetische Small-Fiber-PNP, CIDP, Charcot-Marie-Tooth) ist die Prävalenz erhöht. Es wird vermutet, dass zentrale Sensitivierung und eine subklinische Polyneuropathie auch bei vermeintlich idiopathischem RLS eine Rolle spielen.

Weitere:

Symptome

Das RLS ist durch einen charakteristischen Symptomenkomplex definiert, dessen Diagnose fünf essenzielle Kriterien voraussetzt:

  • Bewegungsdrang: Ein ausgeprägter Drang, die Beine zu bewegen, typischerweise begleitet von Missempfindungen oder einem Unruhegefühl in den Beinen.
  • Symptomauslösung durch Ruhe: Die Beschwerden beginnen oder verschlechtern sich in Ruhe oder bei Inaktivität, etwa im Sitzen oder Liegen.
  • Besserung durch Bewegung: Bewegung (z. B. Gehen oder Strecken) lindert die Symptome teilweise oder vollständig – zumindest solange die Bewegung anhält.
  • Tageszeitliche Abhängigkeit: Die Beschwerden treten ausschließlich oder verstärkt abends und nachts auf.
  • Ausschluss anderer Ursachen: Die Symptome dürfen nicht durch andere medizinische oder verhaltensbedingte Zustände erklärt werden (z. B. Myalgie, venöse Stauung, Beinödeme, Arthritis, Beinkrämpfe, Positionsdiskomfort, habituelles Foot-Tapping).

Darüber hinaus kann das RLS mit verschiedenen Bergleiterscheinungen einhergehen, die eine RLS-Diagnose unterstützen können:

  • positiver L-Dopa-Test
  • positive Familienanamnese
  • periodische Beinbewegungen (PLM) im Schlaf (PLMS) und im Wachen (PLMW)
  • Fehlen einer relevanten Tagesschläfrigkeit

Klinischer Verlauf

  • Chronisch persistierendes RLS: Beschwerden bestehen unbehandelt mindestens zweimal pro Woche über mehr als ein Jahr.
  • Intermittierendes RLS: Beschwerden treten unbehandelt seltener auf (weniger als zweimal pro Woche), jedoch mit mindestens fünf dokumentierten Episoden im Lebensverlauf.

Folge- und Begleiterscheinungen

Die nächtlichen Anfälle haben erhebliche Ein- und Durchschlafstörungen zur Folge, so dass RLS-Patienten häufig unter Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen und Leistungseinbußen leiden. Bei Patienten mit RLS treten vermehrt Funktionsstörungen auf, die mit einem erhöhten Unfallrisiko im Haushalt oder Verkehr sowie Einbußen der Arbeitsproduktivität bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes führen können. Die Patienten empfinden ihre Lebensqualität als deutlich eingeschränkt. Depressionen können das RLS begleiten.

Rund 80% der RLS-Patienten leiden zusätzlich unter von periodischen Beinbewegungen (engl. Periodic Limb Movement, PLM), die im Schlaf aber auch im Wachzustand auftreten können. Die PLM ist durch repetitives (üblicherweise alle 20–40s) Zucken oder Strampeln der Extremitäten gekennzeichnet. Bei den PLM treten keine Missempfindungen auf. Wenn die PLM im Schlaf auftreten, wachen die Patienten meist auf, ohne zu wissen warum. PLMS als Ursache der Schlafstörungen wird dann erst im Schlaflabor durch eine Polysomnografie festgestellt.

Diagnostik

Die Diagnose des RLS ist klinisch und basiert auf der strukturierten Anamnese, insbesondere der fünf essenziellen Diagnosekriterien und erfordert Erfahrung in der Abgrenzung zu Differenzialdiagnosen und sogenannten RLS-Mimics. RLS-Mimics sind Erkrankungen, die die ersten vier Hauptkriterien des RLS formal erfüllen, aber eine andere Ursache haben. Dazu zählen z. B. Wadenkrämpfe, lageabhängige Dysästhesien, Arthritis, venöse Insuffizienz oder Myoklonien. Besonders wichtig ist die präzise Beschreibung der Beschwerden durch den Patienten selbst.

Labordiagnostik

Eine Labordiagnostik ist nicht zwingend zur Diagnosestellung erforderlich, sollte jedoch zu Abgrenzung von Differenzialdiagnosen und zum Nachweis ätiologischer Faktoren durchgeführt werden. Demnach sollte bei allen Patienten immer bei Erstdiagnose, Therapiebeginn und im Verlauf bei Symptomverschlechterung eine Bestimmung des Eisenstoffwechsels (Serumferritin, Transferrin und Transferrinsättigung, Eisen und Eisenbindungskapazität) und des Blutbilds erfolgen.

Polysomnographie

Die Polysomnographie wird empfohlen, wenn eine schlafbezogene Atmungsstörung oder andere relevante Differenzialdiagnosen (Parasomnien, Hypersomnien und Insomnien) ausgeschlossen werden sollen. Sie erlaubt die objektive Erfassung periodischer Beinbewegungen im Schlaf (PLMS), welche bei RLS gehäuft auftreten und die Diagnosestellung unterstützen kann.

Fragebögen und Assessments

Validierte Fragebögen (z. B. IRLS, RLS-6, ASRS) dienen nicht der Diagnosestellung, sondern der Schweregradeinschätzung bei bereits gesicherter Diagnose. Die IRLS-Skala erlaubt die Einteilung in leicht, mittelschwer, schwer und sehr schwer. Die ASRS ist hilfreich zur Erfassung einer Augmentation im Therapieverlauf. Screeningfragebögen können als Ergänzung der Anamnese verwendet werden, ersetzen diese jedoch nicht.

Differenzialdiagnostik

Die wichtigsten Differenzialdiagnosen des Restless-Legs-Syndroms sind Erkrankungen oder Zustände, die ähnliche Symptome wie Unruhe, Missempfindungen und Bewegungsdrang in den Beinen hervorrufen können, aber eine andere Ursache haben. Zu den klinisch relevanten Differenzialdiagnosen zählen u. a. :

  • Polyneuropathien
  • Small-Fiber-Neuropathie / Burning-Feet-Syndrom
  • Nächtliche Wadenkrämpfe
  • Lagerungsabhängige Dysästhesien / Positionsbedingter Druck
  • Venöse Insuffizienz / Beinödeme
  • Arthritis / Gelenkbeschwerden
  • Einschlafmyoklonien

Therapie

Basistherapie

Die Therapie des Restless-Legs-Syndroms richtet sich primär nach dem individuellen Leidensdruck. Eine medikamentöse Therapie sollte erst bei erheblichem Leidensdruck begonnen werden; zuvor sind auslösende Medikamente zu prüfen, wie Antidepressiva (v. a. Mirtazapin, SSRI, Venlafaxin), Antipsychotika, Lithium, Antiemetika oder Antihistaminika. Zusätzlich sollten nicht-medikamentöse Maßnahmen berücksichtigt werden.

Eine Eisen-Substitution wird bereits bei Ferritinwerten ≤75 µg/l oder einer Transferrinsättigung ≤20% empfohlen:

  • Leichtgradige Symptomatik: Eine orale Anwendung mit 80 bis 100 mg Eisen-II-Sulfat wird bei guter Verträglichkeit bevorzugt. Bei ausbleibender Wirkung oder Unverträglichkeit (v. a. gastrointestinale Beschwerden mit Obstipation und Übelkeit) ist eine intravenöse Gabe von Ferrocarboxymaltose indiziert.
  • Mittel- bis schwergradige Symptomatik: intravenöse Gabe

Pharmakotherapie

Non-Ergot-Dopaminagonisten wie Pramipexol, Ropinirol und Rotigotin gelten als Mittel der 1. Wahl bei mittelschwerer bis schwerer Symptomausprägung. Sie sollten mit möglichst niedriger Dosis begonnen und individuell titriert werden. Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, orthostatische Beschwerden und Impulskontrollstörungen. Augmentationen treten besonders unter höheren Dosen auf. Levodopa ist wegen hoher Augmentationsraten nicht zur Dauertherapie empfohlen.

Gabapentinoide (Gabapentin, Pregabalin) wirken insbesondere bei schmerzbetontem RLS und/oder Komorbidität mit Angststörungen. Sie sind effektiv, haben jedoch ein ungünstigeres Nebenwirkungsprofil bei älteren Patienten und werden in Deutschland off-label verordnet.

Opioide wie retardiertes Oxycodon/Naloxon stellen als Mittel der 2. Wahl eine Therapieoption bei therapierefraktärem, schwerem RLS dar. Sie gelten als wirksam, bergen jedoch Risiken wie Atemdepression, Abhängigkeit und Hyperalgesie. Eine enge Kontrolle ist erforderlich, besonders bei Patienten mit Schlafapnoe oder Substanzgebrauchsstörungen.

Augmentation

Die Augmentation ist eine häufige Komplikation der dopaminergen Therapie beim Restless-Legs-Syndrom und wird klinisch-anamnestisch diagnostiziert. Sie äußert sich durch ein früheres Auftreten und eine Ausweitung der Symptome trotz gleichbleibender Medikation. Von einer Augmentation abzugrenzen sind natürliche Schwankungen des Krankheitsverlaufs, Toleranzentwicklungen oder eine Opioid-induzierte Hyperalgesie. Bei Verdacht auf Augmentation sollte zunächst der Eisenstatus überprüft und gegebenenfalls substituiert werden. Die dopaminerge Medikation sollte auf die niedrigstmögliche Dosis reduziert und innerhalb des Tages aufgeteilt werden. Bei Levodopa-bedingter Augmentation empfiehlt sich ein Wechsel auf einen Dopaminagonisten, bei kurz wirksamen Substanzen gegebenenfalls auf ein langwirksames Präparat wie Rotigotin. Falls erforderlich, können Opiate wie Oxycodon/Naloxon eingesetzt werden, insbesondere bei Therapieversagen oder starker Symptomatik. Zur Prävention sollten dopaminerge Medikamente nur bei klarem Eisenstatus, in möglichst niedriger Dosierung und unter Beachtung der Höchstdosis eingesetzt werden; eine Therapie mit Gabapentinoiden kann erwogen werden.

Nicht-medikamentöse Therapie

Zur nicht-medikamentösen Therapie des Restless-Legs-Syndroms (RLS) liegen für verschiedene Maßnahmen Hinweise auf Wirksamkeit vor, welche begleitend zu einer medikamentösen Therapie oder alleine eingesetzt werden können. Dazu zählen:

  • Bewegungstraining
  • anodale transkutane spinale Gleichstromstimulation (tsDCS)
  • Infrarotlicht-Therapie

Prognose

Der Verlauf des RLS ist chronisch progredient, dabei aber individuell sehr unterschiedlich. Viele Patienten bedürfen erst im höheren Lebensalter einer Behandlung. Andere Patienten sind durch das RLS und die Folgeerscheinungen stark in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Bislang gibt es nur symptomatische Therapien. Eine Heilung der RLS ist derzeit nicht möglich.

Prophylaxe

Eine Prophylaxe ist nicht bekannt.

Hinweise

Patienten mit einem Restless-Legs-Syndrom, die eine dopaminerge Therapie erhalten, sollten sorgfältig über das Risiko der Augmentation aufgeklärt werden. Besonders wichtig ist es, den Patienten zu vermitteln, dass eine Dosiserhöhung des eingesetzten Dopaminagonisten die Augmentation verschlimmert.

Autor:
Stand:
17.02.2026
Quelle:
  1. Trenkwalder et al. (2012): S1 Leitlinie: Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD). Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie DGN AWMF-Registernummer: 030/081
  2. Garcia-Borreguero, Ferini-Strambi, Kohnen et al. (2012): European guidelines on management of restless legs syndrome: report of a joint task force by the European Federation of Neurological Societies, the European Neurological Society and the European Sleep Research Society. EFNS/ENS/ESRS Guidelines. European Journal of Neurology 19 (11) DOI:10.1111/j.1468-1331.2012.03853.x
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  7. Lettieri, Eliasson (2009): Pneumatic compression devices are an effective therapy for restless legs syndrome: a prospective, randomized, double-blinded, sham-controlled trial. Chest 135 (1) DOI: 10.1378/chest.08-1665.
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  9. Gräfe (2018): Restless Legs Syndrom – Wirkstoffe im Einsatz. Pharmazeutische Zeitung 08/2018
  10. Heidbreder A., Trenkwalder C. et al., Restless Legs Syndrom, S2kLeitlinie, 2022; Deutsche Gesellschaft für Neurologie und Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online, (abgerufen am 29.09.2025).
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