Lithium Kompakt

Lithium stabilisiert Stimmungsschwankungen und hilft bei bipolaren Störungen, Depressionen und Cluster-Kopfschmerz.

Lithium-GLO

Indikationen

Anwendung

  • Orale Anwendung (Tabletten)
  • Lithium ausschleichen, nicht abrupt absetzen

Wirkmechanismus

  • Lithium wirkt gleichzeitig auf Botenstoffe, Signalwege und Schutzmechanismen im Gehirn
  • Beeinflusst Ionkanäle
  • Moduliert Neurotransmitter (↓ Dopamin/Glutamat, ↑ GABA)
  • Wirkt auf Second-Messenger-Systeme (Phosphoinositol, cAMP, PKC)
  • Schützt Hirnstrukturen (präfrontaler Kortex, Hippocampus, Amygdala)
  • Reduziert oxidativen Stress
  • Erhöht Schutzproteine (Neurotrophine, Bcl‑2)
  • Hemmt GSK‑3 und Autophagozytose
  • Der exakte Wirkmechanismus ist nicht abschließend geklärt

Nebenwirkungen

  • Tremor
  • Polyurie, Polydipsie
  • Übelkeit
  • Gewichtszunahme
  • Langzeitrisiken: Nieren-, Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenstörungen

Wechselwirkungen

Erhöhen Lithiumspiegel → Intoxikationsgefahr:

Senken Lithiumspiegel → Wirkverlust:

Erhöhen Neurotoxizität:

Symptome einer Neurotoxizität:

  • Ataxie
  • Tremor
  • Muskelzuckungen
  • Hyperreflexie
  • Verwirrtheit
  • Somnolenz

Kontraindikationen

Besondere Hinweise

  • Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit möglich
  • Vorsicht beim Fahren & bei Maschinenarbeit

Alternativen

  • Atypische Depot-Antipsychotika (laut Studie geringeres Risiko für UAW als andere Stimmungsstabilisierer)

Hier geht’s zum Langtext: Lithium

Autor:
Stand:
16.02.2026
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